Ein Christenmensch ist frei – und untertan

Oder: Wenn Du über Religion und Glauben nachdenkst, dann mach dir klar, dass es um die Beziehung zu Gott sowie zur Welt geht. Verstehe, dass das nicht dasselbe ist. Nimm ernst, dass das Leben und Zusammenleben dann gelingt, wenn diese Beziehungen glaubend und verstehend verknüpft werden. In seiner Freiheitsschrift (»Von der Freiheit eines Christenmenschen«, 1520) entwickelt, entwirrt und verknüpft Luther dieses Beziehungsgeflecht. Was geschieht, wenn das sensible Beziehungsnetz Risse bekommt, erleben wir in unseren Tagen schmerzhaft.